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Volkstrauertag, ein Aufrecht erhalten der Erinnerung
 
Gedenkfeier mit Kranzniederlegung am Dilsberger Ehrenmal
18. November 2012

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Am Volkstrauertag finden in vielen Gemeinden Gedenkfeiern an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft statt. Auf dem Dilsberg begrüßte Ortsvorsteher Bernhard Hoffmann Bürger, Vertreter der Vereine sowie die Fahnenträger von Turnerbund, Schützenverein und Kyffhäuserbund zu einer Gedenkfeier am Ehrenmal im Burghof. Mit getragenen Liedern umrahmte der Musikverein Trachtenkapelle Dilsberg unter der Leitung von Walter Nußko die Feier.
 
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In seiner Rede stellte Ortsvorsteher Hoffmann die Frage: „Was sind Gedenktage wie der heutige Volkstrauertag und zitierte dazu Reinhard Führer, den Präsidenten des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Immer weniger Leute nehmen an den Gedenkfeiern teil, denn insbesondere für die Jüngeren sei es schwer die Bedeutung zu begreifen. Doch auch 67 Jahre nach Ende des 2. Weltkrieges sei die Erinnerung an Millionen von Toten, Flüchtlingen und Vertriebene wichtig. „Während unser Land in Frieden lebt, setzen unsere Soldaten fern der Heimat für unsere Sicherheit ihr Leben und ihre Gesundheit aufs Spiel.“, erinnerte er an aktuelle Einsätze deutscher Soldaten und betrachtete besorgt die derzeitige Entwicklung im Nahen Osten. „Trauer bedeutet Innehalten in der Alltagshektik und mediendurchfluteten Welt. Trauer vereint und verbindet, gemeinsame Trauer gibt Kraft.“, sagte der Ortsvorsteher. „Am Volkstrauertag bekennen wir uns zum Wert des Lebens in unserer Demokratie hier im Land. Wir alle sind gefordert, die in Familie und Gesellschaft Verantwortung übernommen haben, zu versuchen, eine friedliche Welt zu erhalten.“
 
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Diakon Ralf Edinger von der katholischen Kirchengemeinde griff die Worte aus dem Markusevangelium über die Endzeiterfahrung auf und rief damit zu mehr Wachsamkeit auf. Er berichtete über einen älteren Herrn, dem sich noch heute die Nackenhaare sträuben, wenn er langsame Flugzeuge am Himmel höre, die ihn an die Kriegsjahre erinnern. Oder das Abendrot, das einige Menschen an brennende zerstörte Städte erinnere. Auch nach 67 Jahren Frieden seien für die Kriegsgeneration die Schreckensbilder noch da. „Der Volkstrauertag hat heute die Botschaft, in der Gegenwart von der Vergangenheit zu lernen, damit es in Zukunft besser wird.“
 
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Mit dem „Irischen Segenswunsch“ überbrachte der Sängerbund Dilsberg zusammen mit dem katholischen Kirchenchor, unter der Leitung von Lukas Ruckelshausen, einen wichtigen Wunsch in musikalischer Form: „Möge die Straße uns zusammenführen.“
 
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Zu den Klängen von „Ich hatt´ einen Kameraden“ senkten sich die Fahnen der Abordnungen und Feuerwehrmänner trugen den Kranz zum Ehrenmal, den Ortsvorsteher Hoffmann niederlegte. Er dankte allen Beteiligten für die würdevolle Gestaltung der Gedenkfeier und bat um eine Spende für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge.
 

Bilder: Rupert Dworschak
Text: boe
19.11.2012
 

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